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Ausstellungsumbau der besonderen Art
Eine kleine Fliesenlegerausstellung war in die Jahre gekommen und sollte aufgewertet werden. Die Aufgabe: Fünf Räume mit insgesamt 140 Quadratmetern Ausstellungsfläche mussten zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt werden Sortimentsbereinigung, Mauerdurchbrüche und einheitliche Ebenen inklusive.
Ziel ist dabei, dass die neue Ausstellung die Beratungs- und Verlegekompetenz der Inhaber auf den Punkt bringen soll. Werfen Sie hier einen Blick in die Planungsphase.
"Schnell und reibungslos, …vor allem aber zeitnah" sollte der Ausstellungsumbau von statten gehen. Das war die Vorstellung von Heike Lucas, als wir das erste Mal im November 2008 miteinander telefonierten, um über die Umplanung ihrer eigenen kleinen Fliesenausstellung im heimischen Seiwerath zu sprechen. Das bis zur eigentlichen Realisation der Ausstellung dann fast anderthalb Jahre verstreichen sollten, damit hatte keiner wirklich gerechnet. Zur Zeit werden die letzten Handgriffe an der neuen Ausstellung umgesetzt.
Lange hatte sich das Ehepaar Lucas mit dem Gedanken getragen, eine ganz neue Ausstellung zu bauen.
Er ist ein ebenso passionierter wie ambitionierter Fliesenlegermeister und sie eine engagierte und fachkundige Fliesenfachberaterin mit der notwendigen Liebe zum Detail. Die beiden wollten in ein modernes Gebäude samt innovativer Ausstellung investieren, ohne Kompromisse und Einschränkungen eingehen zu müssen. Letztendlich entschied man sich nach langem Für und Wider jedoch gemeinsam dafür, die Herausforderung "Ausstellungsumbau" anzunehmen und sich mit der Bestandssituation im Untergeschoß des eigenen Wohnhauses auseinander zu setzen.
Fünf kleine Räume ergeben eine Ausstellung
Dass es sich dabei wirklich um eine Herausforderung der besonderen Art handelte, stellte auch ich bei unserem ersten Termin fest: Die sich im Untergeschoss befindende zirka 140 Quadratmeter große Fliesenausstellung wird über eine Wendeltreppe vom ebenerdig liegenden Verkaufsbüro erschlossen. Dabei setzt sich die komplette Ausstellung aus fünf einzelnen zum Teil gefangenen Räumen unterschiedlicher Größe zusammen, die man nacheinander über Durchgänge beziehungsweise Türöffnungen erreicht. Neben den sehr niedrigen Deckenhöhen von 2,25 und 2,45 Metern sowie den unterschiedlichen Niveaus der Räume sind alle Bereiche mit Ausnahme des ersten großen Raumes nicht natürlich belichtet, dafür aber mit den unterschiedlichsten Fliesenpräsentationsanlagen sowie Einzeldisplays bestückt.
Viele Einzelfliesen vor allem Großformate, aber auch Bordüren und Dekorfliesen zum Teil an Displays gelehnt sowie aufgereiht überall da, wo sich noch ein freies Plätzchen findet zeugen von Heike Lucas´ Vorliebe, jeden einzelnen Kunden persönlich und individuell zu beraten. Ein kleiner Sekretär fungiert als Multifunktionsmöbel und wird für alle Bereiche der Beratung und Präsentation genutzt: Besprechungstisch, Abstellfläche für allerlei Wichtiges und weniger Wichtiges sowie Ablage für Fliesenmuster und Prospektmaterial.
Collagen mit dem Kunden zu arrangieren und darüber Wohnräume immer wieder neu zu erfinden: Darauf legt Heike Lucas allergrößten Wert. Schließlich bedeutet dies für das Familienunternehmen qualitativ fundierte und am Kundenbedürfnis orientierte Beratung und deren Umsetzung.
Die Fragen, ob diese Wertigkeit auch über die Ausstellung selbst kommuniziert wird, ob es für einen Kunden aus Luxemburg lohnenswert ist, die Ausstellung im nahe gelegenen Seiwerath zu besuchen, ob ein Kunde das vorhandene Know-how des Ehepaares auch über die Ausstellungsqualität wahrnimmt, hatten sich die beiden seit geraumer Zeit schon mit einem klaren Nein beantworten müssen.
In mehreren Schritten zum Ziel
Aber wie schafft man einen gestalterischen Mehrwert ohne wichtige funktionale Notwendigkeiten wie zum Beispiel Fliesenschränke zur Bevorratung und Präsentation von Produkten völlig außen vor zu lassen? Wie verwandelt man fünf Kellerräume in eine hochwertige individuelle Ausstellung mit Flair?
Die planerische Aufgabe versprach spannend zu werden. Wichtig bei der Neuplanung des Konzepts waren mir vor allem fünf Punkte:
1. Die verschiedenen Räume der Ausstellung müssen sich logisch zu einem Gesamtkonzept verbinden, einem roten Faden folgen sowohl über die verwendeten Materialien als auch über das Arrangement der Sortimente. Dazu ist es zwingend erforderlich, verschiedene Durchbrüche zu initiieren: von Raum 1 zu Raum 5, von Raum 3 zu Raum 4. So ermöglichen wir den Kunden einen Rundgang durch die Ausstellung und schicken ihn nicht in "Einbahnstraßen". Zusätzlich werden auf diesem Wege Durchblicke mit entsprechenden Blickachsen geschaffen, die die Neugierde wecken und motivieren, weiter in die Ausstellung einzutauchen.
2. Die Individualität und der Kundenservice von Fliesen Lucas müssen sich in der Ausstellung widerspiegeln und erlebbar gemacht werden. So soll der Kunde bereits beim Eintreten verbal Willkommen geheißen werden. Zusätzlich wird zukünftig das Thema individueller Kundenservice über eine große Collagentischanlage im Zentrum des Raumes 1 aufgenommen. Diese soll den Kunden dazu einladen, selbst "Hand an zu legen" und wird in der Folge ergänzt durch eine gemütliche Sitzecke. Hier kann die Beratung dann bei einer Tasse Cappuccino in entspannter Atmosphäre weiter fortgeführt werden.
3. Es muss eine klare Sortimentsstruktur sowie eine Reduktion der vorhandenen Präsenter geben zugunsten von emotionaleren Bildern und Präsentationen. Letztere sollen direkt gegenüber der Sitzlandschaft zu sehen sein, um dem Kunden darüber echte Lösungen und Vorschläge zu präsentieren und ihn daneben von der fachlich-handwerklichen Qualität zu überzeugen.
4. Die unterschiedlichen Ebenen beziehungsweise Niveaus innerhalb der Räume müssen auf ein Minimum reduziert werden, um sprichwörtlich Schwellen(ängste) abzubauen und damit eine leichtere Begehbarkeit zu gewährleisten. Dies bedeutet konkret für den großen Eingangsbereich, das über eine vorgelagerte Podestanlage von Raum 1 zu den Räumen 3 und 5 der Höhenunterschied entschärft wird. Darüber hinaus bekommt der Collagen- und Beratungsplatz seine definitive Position und setzt sich zusätzlich auch gestalterisch von der reinen Produktpräsentation ab.
5. Schlussendlich müssen den einzelnen Räumen sowohl unterschiedliche Funktionen als auch verschiedene Sortimente schwerpunktmäßig zugeordnet werden. Darüber findet eine Differenzierung statt, und der Kunde kann jeden einzelnen Raum als Unikat wahrnehmen.
Bühnenfeeling in der tiefsten Eifel?
Raum 4 wurde so zum Beispiel schon allein aufgrund seiner Größe und seiner Abmessungen zum Beratungsbereich für Listelli und Kleinstmaterialien: Mein Vorschlag, mittels eines roten schweren Vorhangs interne Zugangstüren zu verdecken und gleichzeitig damit einen dramaturgisch-atmosphärisch dichten Hintergrund zu bilden für Fliesenarragements und Collagen, wurde zugleich überrascht wie auch skeptisch aufgenommen. Theater- und Bühnenfeeling in der tiefsten Eifel? Passt das zusammen?
Letztendlich entschied man sich für eine Belegung der entsprechenden Wandflächen mit einer nicht weniger interessanten Naturstein-Riemchenoptik, die zusätzlich noch zum neueren Produktportfolio gehört und darüber zugleich "live und in Farbe" präsentiert werden kann. Eine gegenüberliegende großzügige Spiegelfläche soll zusätzlich für Spannung, Brillanz und Weite sorgen und dupliziert zeitgleich die Steinwandfläche.
So wurden im Laufe unserer gemeinsamen Arbeit viele dieser Punkte intensiv diskutiert, akzeptiert oder auch variiert, immer jedoch unter dem Aspekt, eine Ausstellung zu entwerfen und konzipieren, die zwar grundsätzlichen Gestaltungskriterien entspricht, die aber in erster Linie ein Maßkostüm für den Kunden ist, das sich an Bestehendem orientiert und auf Zukünftiges verweist.
Dazu Heike Lucas: "Wir sind davon überzeugt, dass die Ausstellung jeden ansprechen wird, wenn sie erst einmal fertig gestellt ist. Sie wird sehr persönlich wirken und einfach erkennen lassen, dass Wert Klasse hat. Damit passt sie 100-prozentig zu unserer Arbeit, spiegelt Geschmack, Professionalität und die Zeit, die wir in eine Beratung investieren." Über das Endergebnis halten wir Sie auf dem Laufenden.
CARO-Planer für Sie auf Tour
Möchten Sie Ihre Ausstellung einmal ordentlich auf Verbesserungspotenzial untersuchen? Haben Sie konkrete Fragen zu ihrer Präsentation, zum Design, zur Produktvorstellung oder anderen Themen? Dann nutzen Sie die Chance zur Zusammenarbeit mit den CARO-Planern: Birgit Armbrüster und Elmar Schiffels sind für Sie noch einmal auf Deutschland-Tour. Vom
7. bis 11. Juni 2010
und vom
20. bis 24. September 2010
stehen Ihnen die beiden zur Verfügung.
Wenn Sie in diesem Zeitraum einen Termin von zwei bis drei Stunden wünschen, dann melden Sie sich bei einem der beiden. Für einen einmaligen Kostenbeitrag von 250 Euro inklusive aller Kosten (zuzüglich Mehrwertsteuer) und bei einer Ausstellungsgröße von maximal 150 Quadratmetern kommen die Planer in ihre Ausstellung und erarbeiten mit Ihnen zusammen Lösungsansätze und Vorschläge zu ihren Themen und Fragen. Jeder weitere Quadratmeter muss mit einem Euro zusätzlich vergütet werden.
Von diesem Wissen können Sie profitieren: Birgit Armbrüster und Elmar Schiffels sind selbstständige Innenarchitekten, die mit ihrem Netzwerk ein breites Leistungsspektrum bieten: Konzept- und Designentwicklungen von Sanitär- und Fliesenfachausstellungen, Beratungsleistungen über verkaufsfördernde Maßnahmen für den Handel, Messe- und Markenausstellungskonzepte für Verbände und Industrie, Endkundenberatung mit Badlösungsvorschlägen in den Ausstellungen, Laden- und Shopdesign, Bauen im Bestand sowie die Entwicklung von zukunftsorientierten Wohnkonzepten.
Mit ihren individuellen Problemlösungen für Unternehmen aller Vertriebsstufen haben sich die Planer seit Jahren als kreativer Partner ihrer Kunden bewährt. Bei ihnen ist Schwellenangst ein Fremdwort und gemeinsames Denken und Handeln im Sinne der zu findenden Lösung das Tagesgeschäft.
Kontakt:
Birgit Armbrüster, Telefon 02129/344884 oder 0172/8702406, E-Mail:
Homepage:
/ Elmar Schiffels, Telefon 02161/568420 oder 0172/8719308, E-Mail:
