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Ceramica del Conca: "Thermatile" für's Heizen

Das Projekt "Thermatile" ist Teil des "grünen" Engagements des Unternehmens. Im exklusiven CARO-Gespräch erläutert Enzo Donald Mularoni, Eigentümer und Geschäftsführer der Unternehmensgruppe, zu der auch Pastorelli gehört, die Einzelheiten.

Enzo Donald Mularoni (Foto: Uwe Leppert)

Caro:

Welche Bedeutung messen Sie nachhaltigem Bauen und Produkten in den Sortimenten Ihres Unternehmens bei?

Mularoni:

Das Thema spielt bei uns eine wichtige Rolle. So stellen wir durch Investitionen sicher, dass unsere Produktion so umweltverträglich wie möglich gestaltet werden kann. Auf Produktseite haben wir vor wenigen Monaten das System "Thermatile" vorgestellt, das gegenüber herkömmlichen Heizsystemen Vorteile aufweist.

Caro:

Wie funktioniert das System?

Mularoni:

"Thermatile" ist ein Heizsystem für den Boden und die Wand, das auf einem Netz aus Karbonfasern basiert, auf dem die Fliesen direkt verlegt werden und durch elektrische Energie gespeist werden. Die Karbonfasern sind eine sehr guter Wärmeleiter. Das gleiche Material wird übrigens in der Formel 1 zum erwärmen der Reifen der Rennwagen eingesetzt.

Caro:

Welche Vorteile hat "Thermatile" gegenüber traditionellen Heizsystemen?

Mularoni:

Das System reagiert schneller als traditionelle Fußbodenheizungen und ist daher im Betrieb flexibler, insbesondere, wenn es mit Fliesen unserer Linie "Zelo 5" in einer Stärke von fünf Millimetern eingesetzt wird. So kann man sich dazu entscheiden, nur wenige Stunden am Tag oder nur zu bestimmten Uhrzeiten zu heizen, ohne Abstriche beim Komfort machen zu müssen.

Das Karbonnetz hat eine Stärke von vier Millimetern und wird direkt auf dem Estrich verlegt. Zusammen mit unseren Fliesen der Linie "Zelo" kommt das System auf eine Aufbauhöhe von zirka einem Zentimeter und ist damit ideal für die Renovierung und Modernisierung geeignet.

Die Installation von "Thermatile" ist dabei wesentlich günstiger und einfacher als bei traditionellen Heizsystemen oder herkömmlichen Fußbodenheizungen sie wird vom Fliesenleger durchgeführt. Sie ist außerdem im Gegensatz zu Gas- oder Ölheizungen - völlig wartungsfrei. Darüber empfehlen wir in einigen Fällen die Verwendung von Sonnenkollektoren, mit denen "Thermatile" betrieben werden kann.

Fliesenleger installieren "Thermatile". (Foto: del Conca)

Caro:

Welche Fälle sind dies?

Mularoni:

Dies gilt bei Gebäuden, die einen erhöhten Heizenergie-Bedarf aufweisen. Ab einem Verbrauch von 30 kWh/m² pro Jahr kommt es zu einer spürbaren Kostenentlastung durch die Zuschüsse, die der Staat hier leistet. Ich spreche hier in erster Linie über die Situation hier in Italien. Wir prüfen gerade, welche steuerlichen Vorteile in den einzelnen Ländern außerhalb Italiens vorgesehen sind. Natürlich führt ein Betrieb von "Thermatile" mit Sonnenergie immer zu einer besseren Umweltbilanz.

Caro:

Wie schätzen Sie das Interesse für das Produkt ein?

Mularoni:

Wir haben "Thermatile auf der Cersaie und auf der Mailänder Made Expo vorgestellt. Vor allem in Mailand habe ich mich überzeugen können, dass das Interesse bei Architekten und Planer sehr ausgeprägt ist.

Caro:

Welche Rolle spielen Zertifizierungen in Ihrer Unternehmensgruppe?

Mularoni:

Sowohl die Gruppe Ceramica Del Conca als auch Pastorelli sind Mitglieder des Green Building Council Italien. Wir haben nach LEED zertifizierte Produkte im Sortiment, die zu 50 Prozent aus recyceltem Material hergestellt werden. Meiner Meinung nach zu wenige Produkte gemessen an der Gesamtzahl unserer Produkte.

Caro:

Warum zu wenige?

Mularoni:

Weil die Fertigung aus wiederverwertetem Material nach den Vorgaben des Green Building Councils sehr aufwändig und schwierig ist. Es gibt Unternehmen, die sagen, sie würden 25 Serien zu einem hohen Prozentsatz aus recyceltem Material fertigen. Aus meiner Sicht ist das unmöglich. Die hier verwendeten Materialien muss man auf dem Markt einkaufen und anschließend auf ihre technischen und farbliche Qualität prüfen. Das ist ein enorm aufwändiger Vorgang, bei dem es keine Standardabläufe gibt und alles immer wieder neu aufeinander abgestimmt und vor allem kontrolliert werden muss.

Caro:

Wie sind die "grünen" Produkte in Ihren Sortimenten positioniert?

Mularoni:

Es gibt keine Unterschiede, weder technischer noch optischer Art, zwischen Produkten mit einem Anteil von recyceltenden Materialien und konventionell hergestellten Produkten. Auch preislich gibt es keine Unterschiede. Ich glaube nicht, dass der Markt eine solche Differenzierung verstehen würde.

Caro:

Gibt es weitere Investitionen, um Umwelt und Ressourcen zu schonen?

Mularoni:

Wir haben im Werk der Pastorelli eine Anlage installiert, die defekte Fliesen vor dem Brennen erkennen und aussondern soll. Dahinter steht der Gedanke, dass es völlig unnütz ist, eine beschädigte Fliesen in den Ofen laufen zu lassen. Die Anlage versetzt uns in die Lage, die beschädigten Stücke auszusondern und gegebenenfalls die Ursache des Schadens zügig aufzuspüren und abzustellen.

Caro:

Herr Mularoni, wir bedanken uns für das Gespräch.

www.delconca.com

www.pastorellitiles.com


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