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Fliesen-Zentrum Deutschland in München

Fliesen-Zentrum Deutschland. Mit lichtdurchfluteten 1.600 Quadratmetern Ausstellungsräumen und einem umfangreichen Sortiment präsentiert sich das Fliesen-Zentrum Deutschland mit seiner Niederlassung im Norden von München.

Fotos: CARO

Kaum zu verfehlen ist das Fliesen-Zentrum im Münchener Norden, das zum Gewerbegebiet des Euro Industrieparks gehört. Mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, leiten blaue Aufsteller mit weißer Schrift neben dem Gehweg bis zum Unternehmen in der Maria-Probst-Straße 35 hin.

Seit der Eröffnung im Oktober 2007 erweitert der Groß- und Einzelhandel sein Gelände durch Um- und Anbauten. Da steht zum einen das Haupthaus, in dem auf 1.600 Quadratmetern Fliesen und Sanitärkeramik präsentiert werden. Dem gegenüber befindet sich ein Neubau. Auch zwei Lagerhallen mit einer Fläche von 1.200 Quadratmetern schließt das großzügige Areal ein. 34 Angestellte gehören zur Münchener Dependence der Handelsgruppe, die insgesamt rund 350 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Familienunternehmen mit 80-jähriger Handwerkertradition hat sich seit der Gründung der ersten Fliesenausstellung im Jahr 1974 in Kenn bei Trier ständig vergrößert. Neben München und Trier gibt es heute Standorte in Berlin, Erfurt, Leipzig.

Aber nun wollen wir unseren Rundgang beginnen, der uns als erstes durch das Haupthaus führt. Hell und ansprechend sind die Räumlichkeiten, das ist unser erster Eindruck. Große Fensterfronten sowie Dachverglasungen sorgen für ein schönes Ambiente. Gleich nach der Eingangstür befindet sich eine kleine Präsentation mit Außenfliesen. Eine klassische Empfangstheke suchen wir vergeblich. Einige Büros und der Empfang sind derzeit noch in einem kleinen Nebenhaus untergebracht. "Das wird sich demnächst ändern", erklärt uns Niederlassungsleiterin Birgitt Hübner, denn das alte Gebäude soll schon bald abgerissen werden.

Auf dem Fußboden folgt ein Fliesenbeispiel dem anderen. Etwa 50 Kojen mit einfach bis aufwändig gestalteten Badanwendungen zählen wir. Wir bleiben am House of Villeroy & Boch stehen, kommen an Aufstellern, Klapptafeln und Ausziehschränken vorbei.

Deutsche Fliesen sind gefragt

Ungefähr 70 Prozent des Fliesensortiments sind mit deutschen Herstellern bestückt. Die restlichen 30 Prozent werden hauptsächlich durch italienische Ware vertreten. "Wir wollen nicht mehr alles und jede Firma anbieten", betont Birgitt Hübner. Deshalb würde man mit denen kooperieren, die verlässlich und teilweise auch exklusiv mit dem Fliesen-Zentrum zusammenarbeiten. Auch die hiesige Präsentation von Marazzi sei einzigartig im bayerischen Raum.

Preislich hat sich das Unternehmen breit aufgestellt. Ob kleine Budgets oder großzügige Projekte: bedient werden kann jeder Finanzierungsrahmen. Das sei enorm wichtig, so Hübner, denn Hauptabnehmer seien die Großkunden, die mit ganz unterschiedlichen Vorgaben kämen.

Wir bleiben an einer Präsentationfläche von Steuler stehen und finden in einer anderen Badanwendung auch die klassische Kleinformat-Fliese, die laut Hübner immer noch sehr gefragt sei. Eine steigende Tendenz könnten neben Großformaten auch Holzfliesen verbuchen, die wir von Serenissima in unterschiedlichen Varianten auf dem Boden verlegt betrachten. Auch Dekor-Steine, die gerne in Restaurants und Hotels verbaut werden, kommen an einer Wand in verschiedenen Ausführungen voll zur Geltung.

In allen Bad- und Duschanwendungen finden wir Armaturen von Duravit, Villeroy & Boch bis Keuco oder Dornbracht. Vereinzelt stehen kleine Juwelen, wie die nostalgisch anmutende Badewanne von "Sanitär de Paris" für stolze 4.800 Euro plus Mehrwertsteuer. Die goldenen Füße auf denen sie steht noch nicht mitgerechnet.

Keine Angst vor dem Internet

Die Auspreisung mit unverschlüsselten Informationen ist durchweg vorbildlich. Vor Kunden, die das Fliesen-Zentrum nur als Anschauungsfläche nutzen, hat man hier keine Angst. "Die meisten Kunden merken irgendwann, dass sie bei einer Bestellung im Netz oft keine Reklamationsmöglichkeiten haben und dass die Portokosten erheblich sein können", so die Niederlassungsleiterin. Rund 90 Prozent des Fliesengeschäfts würde nach wie vor über den Handel abgewickelt werden. Oft kämen Kunden mit Flieseninformationen aus dem Internet, die ihre Ware letztendlich doch im Fliesen-Zentrum bestellen würden. "Denn qualifizierte Beratung überzeugt den Kunden und trägt so zur Kaufentscheidung bei", erklärt Birgitt Hübner.

Für unseren Beratungstest wird uns ein Fachmann an die Seite gestellt. Wir wollen eine Dachmansarde mit offener Küchenzeile und kleinem Bad verfliesen. Fachberater Sebastian Czerniakowski stellt gezielte Fragen und macht konkrete Vorschläge. Ein Muster von Villeroy & Boch erweckt unser Interesse. Die "Bernina"-Fliese in Creme in den Maßen 60 X 60 Zentimeter liegt bei 61 Euro pro Quadratmeter. Uns gefällt die große Auswahl an dazugehörigen Schnittdekoren für Wand und Boden. Ein Prospekt ist sogleich zur Hand, den wir dankend mit nach Hause nehmen, um uns das Ganze in Ruhe durch den Kopf gehen zu lassen.

Im Check

www.fliesen-zentrum.de

+++ Benutzerfreundlichkeit: Übersichtlichkeit, Menüführung, Schnelligkeit, etc
++++ Unternehmensinfos: Firmengeschichte/-philosophie, Corporate Identity, Niederlassungen, Sortimente, Service-Leistungen, Öffnungszeiten, Kontakt, Anfahrtsskizze, Impressum
+++ Sortiment: Produkt-Infos, aktuelle Angebote, Materialkunde, Verlegemuster, Anwendungsbeispiele etc.
++ Ausstellung: Ausstellungsfotos, virtueller Rundgang durch die Ausstellung etc.
+++ Kunden-Service: Profi-Kunden-Login, Online-Bestellung, Nutzwert für Endverbraucher, Downloads, Newsletter, Katalogversand, Links zu Geschäftspartnern, Architekten-Service
CARO-Gesamturteil: 15 + von 25 +
+++++ = sehr gut, ++++ = gut, +++ = befriedigend, ++ = ausreichend, + = mangelhaft

CARO-Autorin Sara Soffner

Sara Soffner arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten als Journalistin und Fotografin für verschiedene Branchen. Die gebürtige Westberlinerin schreibt seit 2008 Beiträge für CARO und ist Ansprechpartnerin für Fliesenfachhändler im süddeutschen Raum.

Kontakt:

Sara Soffner, Am Biberholz 5, 82234 Weßling, Tel. 08153-916789, Mobil 0174/9102006,

sarasoffner@gmx.de


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