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Henkel: Schutz von Gesundheit und Umwelt
Nachhaltiges Bauen? Dr. Ulrich Neuhausen, Leiter der Produktentwicklung und Anwendungstechnik für DryMix-Produkte und Bauwerksabdichtung bei Henkel, bezieht Stellung. Ceresit setzte schon vor Jahren auf ein staubarmes Fliesenverlegesystem.
Caro:
Welchen Stellenwert hat nachhaltiges Produzieren und Bauen für Ihr Unternehmen?
Dr. Ulrich Neuhausen:
Nachhaltigkeit wird seit jeher groß geschrieben bei Henkel. Nachhaltiges Handeln ist bei uns fest in den Unternehmensleitlinien verankert. Damit sind zugleich alle Unternehmensbereiche und Markengeschäfte zu einem verantwortlichen Umgang mit Gesundheit, Natur und Rohstoffen verpflichtet. Konkret: Henkel verfolgt kontinuierlich anspruchsvolle Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsziele und veröffentlicht die Ergebnisse unter anderem jährlich in einem eigenen Nachhaltigkeitsbericht.
Entsprechend tief verankert sind nachhaltige Fragestellungen auch in der Forschung der Henkel Bautechnik. Von den derzeit erklärten Schlüsselprojekten verfolgen über die Hälfte originär nachhaltige Forschungsansätze. Die übrigen Projekte haben die Convenience bei der Verarbeitung im Visier.
Nachhaltigkeit bei Henkel spiegelt sich beispielsweise in der Verwendung von Zellulose. Dieser natürliche Rohstoff ist die zentrale Basis für ein breites Spektrum hochtechnischer Produkte. Zum Beispiel in der Produktion von Trockenmörteln spielt sie eine wichtige Rolle. Als einer der wenigen Verlegewerkstoffhersteller ist Henkel in der Lage, die Zellulose selbst aufzubereiten.
Ein weiterer zentraler Rohstoffbaustein ist pflanzliche Stärke. Sie findet sich in bautechnischen Produkten wie Spachtelmassen und Klebstoffen wieder. Schon seit Jahrzehnten haben wir auch eine führende Stellung beim Einsatz fettchemischer Rohstoffe aus Pflanzen; diese werden unter anderem als ökologisch unbedenkliche Weichmacher in Klebstoffformulierungen eingesetzt. So werden viele tausend Tonnen Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen pro Jahr inhouse verarbeitet.
Aber nicht nur der Einsatz nachwachsender Rohstoffe, auch das Recycling gehört zu den zentralen Produktionsprozessen von Henkel. Recycelte Faserstoffe gesägter Spanplatten oder Bambusstäbe sind nur ein Beispiel. Die Naturfasern verbessern gezielt die Eigenschaften der bautechnischen Produkte. Eingesetzt werden sie beispielsweise in Fliesenklebstoffen und bewirken eine höhere Stabilität und Abriebfestigkeit der Produkte.
Auch die Verringerung kritischer Einsatzstoffe (Emissionen), Vermeidung von Abfällen, höhere Ergiebigkeit sowie die Dauerhaftigkeit und Langlebigkeit der Produkte an sich sind nachhaltige Ansätze. Denn je länger die Bau- und Werkstoffe das gewünschte Eigenschaftsprofil an den Tag legen, umso länger wird auch das Arbeitsergebnis des Handwerkers Bestand haben. Damit zieht sich die Schonung von Ressourcen über die gesamte Wertschöpfungskette.
Caro:
Nach welchem Bewertungssystem ist Ihr Unternehmen zertifiziert?
Dr. Ulrich Neuhausen:
Mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie ist Henkel international führend. Das bestätigte erst kürzlich die neuerliche Aufnahme in den Dow Jones Sustainability World Index (DJSI World). Nur zehn Prozent der 2.500 weltweit größten Unternehmen schaffen es in den DJSI World. Hierzu beurteilt die SAM Indexes GmbH seit zehn Jahren jährlich Unternehmen nach ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Kriterien.
Caro:
Wie hoch ist der Anteil "grüner Produkte" in Ihrem Sortiment?
Dr. Ulrich Neuhausen:
Die Henkel Bautechnik beobachtet seit einiger Zeit, dass die Nachfrage nach Produkten, die nachhaltiges Bauen unterstützen, insbesondere bei internationalen Großobjekten, die zum Beispiel nach LEED zertifiziert werden sollen, zunimmt. Damit unsere Kunden hier wettbewerbsfähig anbieten können, unterstützen wir sie mit optimal geeigneten Produkten und den entsprechenden Produktdokumentationen.
Mit der Entwicklung der ersten staubarmen Fliesenkleber hatte Ceresit, Spezialist für Fliesenverlegung und Bauwerksabdichtungsprodukte, bereits vor einigen Jahren aktiv den Gesundheitsschutz in den Fokus genommen. Inzwischen wurde das erste komplett staubarme Fliesenverlegesystem aufgebaut, das aus Fugenmörtel (CE 35), Spachtelmasse (CN 90), flexibler Dichtungsschlämme (CR 72) und Fliesenkleber (CM 90) besteht. Um also auf Ihre Frage zurückzukommen: Wir arbeiten daran, dass möglichst 100 Prozent unserer Produkte für den Fliesenleger "grüne Produkte" sind.
Caro:
In welchen Preiskategorien bieten Sie "grüne Produkte" im Vergleich zu herkömmlich produzierter Ware an?
Dr. Ulrich Neuhausen:
Nachhaltige Produktion liegt wie erwähnt in unseren "Firmengenen", insoweit stellt sich für uns die Frage nach dem Vergleich nach herkömmlicher Ware nicht. Unsere Philosophie ist, ausschließlich Produkte anzubieten, die so ressourcenschonend und nachhaltig wie irgend möglich hergestellt wurden.
Caro:
Welche Vorteile haben Ihre Kunden durch umweltfreundliche und ressourcensparende Produkte?
Dr. Ulrich Neuhausen:
Unsere Kunden im Baustoff-Fachhandel verkaufen Produkte der Ceresit Bautechnik in dem sicheren Gefühl, dass der Henkel Konzern wie vielleicht kein anderer Hersteller den Schutz von Gesundheit und Umwelt im Blick hat.
Fliesenleger, die mit den Systemen der Henkel Bautechnik arbeiten, schützen bewusst und in vielfacher Hinsicht ihre Gesundheit. Auch sie können ihren Auftraggebern in dem Bewusstsein gegenüber treten, dass der Hersteller ihrer Verlegewerkstoffe, die Henkel Bautechnik, sich für den Schutz von Ressourcen und Umwelt engagiert.
Caro:
Herr Dr. Neuhausen, wir danken Ihnen für das Gespräch.


