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Klassisch und online zum Traumbad
C. Bergmann. Eine modern ausgestattete Fliesenausstellung mit Kojen im Baukastensystem präsentiert das österreichische Baustoffunternehmen C. Bergmann im Gewerbegebiet von Salzburg.
Wie man neue Technik mit einem altbewährten Ausstellungskonzept verbindet ohne einen Bruch zu verursachen, zeigt das österreichische Traditionsunternehmen C. Bergmann. Das an insgesamt sechs Standorten ansässige Baustoffunternehmen hat vor einem Jahr in Salzburg eine hochmodern ausgestattete Fliesenausstellung eröffnet. In dem rund 1.000 Quadratmeter großen Schauraum wird die klassische Fliesenausstellung durch ein virtuelles Computerprogramm unterstützt.
Gemeinsam mit der Ladenbaufirma Hauff hat C. Bergmann ein System entwickelt, mit dem Kojen unkompliziert umgebaut werden können. Keine fest verfliesten Präsentationen mehr, die nach spätestens ein bis zwei Jahren überholt sind und manchmal ein wenig angestaubt wirken.
Die Böden und Seitenwände dieser neuentwickelten Kojen sind auf Trägerplatten montiert, die auf Folien geklebt und mit Klettbändern versehen sind. Die Wand- und Bodenteile werden vorgefertigt und sind so leicht austauschbar und zahlreich zu kombinieren. Nicht benötigte Exponatplatten können im angrenzenden Lager aufbewahrt werden.
Kojen im Baukastensystem
In die Kojendecken eingebaute gleichförmige Halogenstrahler sind mit darunter befestigten kleinen Aluminiumplättchen versehen. Dadurch ist das Licht steuerbar und kann gezielt dort eingesetzt werden, wo es gebraucht wird. Elektroarbeiten fallen also bei den Umbauten nicht mehr an.
Durch dieses System ist gewährleistet, dass das Unternehmen neue Fliesen zeitnah präsentieren kann. Weitere Serienergänzungen werden anhand eines Baukastensystems in die Kojen integriert. So können beispielsweise durch Einhängeplatten weitere Fliesenmuster ausgestellt, Broschüren ausgelegt oder Dekorationsgegenstände angebracht werden.
Da verwundert es nicht, dass sich die Filiale in Salzburg ausschließlich mit Fliesen befasst. Gerhard Reiter, Prokurist und Leiter der Fliesenabteilung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Ausstellung zu kreieren, in der auf Neuheiten sofort reagiert werden kann. "Wir verzichten auf die üblichen Schnörkel in unserem Schauraum, wollen aber, dass die Kunden die Ware begutachten und anfassen können und stellen neue Fliesen in einem räumlichen Kontext dar", so Reiter.
Sanitärbedarf und Badeinrichtungen wird man in diesem Unternehmen also nicht finden. "Wir konzentrieren uns hier voll und ganz auf das Fliesengeschäft", betont der Prokurist. Die von Kunden benötigten Gewerke und Sanitäreinrichtungen werden an Partner weiter vermittelt.
Unternehmen mit Tradtition
Begonnen hat die Geschichte des Familienunternehmens C. Bergmann in Linz vor fast 150 Jahren, wo man bis heute in einigen Kirchen und öffentlichen Gebäuden noch Fliesen aus der Anfangszeit finden kann. Mit dem Erwerb sämtlicher Fliesenaktivitäten des Handelsunternehmens Büttinghaus im Jahr 2001 ist C. Bergmann im Fliesengroßhandel heute in fast ganz Österreich vertreten.
Der Firmenhauptsitz in Traun bedient die Sparten Baustoffe, Tiefbau, Abwasser und Umweltsysteme, Flach- und Isolierglas, Türen Fenster und Parkettböden. In den anderen Filialen, die neben Salzburg in Linz, Graz, Villach und Rankweil positioniert sind, werden auch Fliesen vertrieben.
Das CB Mustersystem
Mit der Verknüpfung von "der Fliese zum Anfassen" und einem virtuell abrufbaren Fliesensortiment ist die Salzburger Bergmann Filiale Vorreiter. Jede Fliese ist hier mit einem Code versehen, mit dem die Muster auf der firmeneigenen Internetseite abrufbar sind (www.fliesenkatalog.eu). Dazu stehen Anwendungsbeispiele, Produktinformationen und Preise bereit. Die Mitarbeiter bei C. Bergmann haben einen tragbaren Minicomputer, mit dem sie die Fliesenmuster einlesen, und nach Bedarf auch auf die Living Wall übertragen können.
Mit diesem CB Mustersystem werden neben der firmeninternen Etikettierung auch rund 600 Fliesenleger in Österreich bedient. Durch die zur Verfügung gestellten Mustertafeln mit Strichcodes haben die Händler so ebenfalls Zugriff auf die Webseite. C. Bergmann legt großen Wert darauf, den Internet-Fliesenkatalog ohne Bergmann-Logo zu versehen, damit die Partner für ihre Kunden wiederum ein attraktives Präsentationsystem haben. "Wir wollen Beratungsleistungen so anbieten, dass sie eine Wertigkeit bekommen", betont Reiter, dann sei die Internet-Konkurrenz keine wirkliche Gefahr.
Und auch der Privatkunde kann die klassische Ausstellung und das Computersystem in der Salzburger Filiale nutzen: Zuerst einmal Fliesen anschauen, anfassen, vergleichen und sich anhand der Kojen einen ersten Eindruck verschaffen. Danach kann nach Belieben an einem der sechs Arbeitsplätze nach weiteren Produktinformationen gestöbert werden. Mit dem Vi Soft-Planungsprogramm besteht dann die Möglichkeit, die Fliesen in die eigenen Räume einzubauen. Und auf die "Living Wall" projiziert steht das Ganze dann zur Ansicht bereit.
Gesetzt den Fall man kennt sich mit dieser Art von Computerprogrammen auch aus. Die Verkaufsberater stehen bei der Auswahl und technischen Umsetzung hilfreich zur Seite. Oder der Kunde nimmt sich die Seriennummer seiner Wunschfliese mit nach Hause und setzt sich gemeinsam mit Freunden vor den PC.
Zahlen und Daten des Baustoffunternehmens C. Bergmann, Österreich
Geschäftsführender Direktor: Diplom-Ingenieur Walter Elbe
Geschäftszentrale: Traun
Standorte mit Fliesen: Linz, Salzburg, Graz, Villach, Rankweil
Umsatz gesamt: bis zu 100 Millionen Euro jährlich
Mitarbeiter gesamt: zirka 300
Angebotssparten: Baustoffe, Tiefbau, Abwasser- und Umweltsysteme, Flach- und Isolierglas, Fliesen, Türen, Fenster, Parkettböden
Absatzmenge Fliesen: rund zwei Millionen Quadratmeter pro Jahr
Angebotsbreite: etwa 4.000 Fliesenmodelle, Hersteller hauptsächlich aus Italien, Deutschland, Spanien und Tschechien
Positionierung: Großhandelsmarktführer in Österreich
Firmenporträt C. Bergmann
1860 Karl Borromäus Bergmann gründet unter dem Namen C. Bergmann ein Handelsunternehmen für Portlandzement, sowie den ersten Erzeugungsbetrieb für Betonsteine in Oberösterreich.
1892 Ludwig Gottlieb, Schwiegersohn und Nachfolger von Karl
Bergmann errichtet in Linz eine Zementwarenfabrik.
1920 Juniorchef Diplom-Ingenieur Otto Gottlieb gründet die Unternehmensbereiche Bauglashandel, Fliesenhandel/Fliesenverlegung und Kunststeinerzeugung
1973 Filialgründung der Sparte Fliesen in Salzburg und Feldkirch. Bau eines neuen Zentrallagers, sowie Verkaufsschauraum und Verwaltungstrakt in Kleinmünchen.
1992 Der Hauptsitz des Unternehmens wird von Linz nach Traun verlegt. Der Baustoffhandel bekommt eine 5.000 Quadratmeter große Lagerhalle.
1995 C.Bergmann wird Gründungsmitglied der hagebau Österreich, einer Handelskooperation mit rund 40 unabhängigen Baustoffhändlern und Baumarktbetreibern.
2001 Durch Zukauf sämtlicher Fliesenaktivitäten der Firma Büttinghaus wird C. Bergmann der größte Fliesengroßhändler in Österreich mit einem Umsatz von über 30 Millionen Euro.
2008 Eröffnung der Fliesenhandelsfiliale in Salzburg, Moserstraße 29, mit einer Gesamtfläche von 3.500 Quadratmetern.
CARO-Autorin Sara Soffner
Sara Soffner arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten als Journalistin und Fotografin für verschiedene Branchen. Die gebürtige Westberlinerin schreibt seit 2008 Beiträge für CARO und ist Ansprechpartnerin für Fliesenfachhändler im süddeutschen Raum.
Kontakt:
Sara Soffner, Am Biberholz 5, 82234 Weßling, Tel. 08153-916789, Mobil 0174/9102006, E-Mail sarasoffner@gmx.de


