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Sopro: Zukunftspotenzial gesundes Bauen

Die Sopro Bauchemie fokussieret das Thema ganzheitlich: über die Rezeptierung, die Produktion und die Logistik hin zum nachhaltig gebauten, ökologischen Bauprojekt. Geschäftsführer Andreas Wilbrand hat die CARO-Fragen beantwortet.

Andreas Wilbrand (Fotos: Sopro Bauchemie)

Caro:

Welchen Stellenwert hat nachhaltiges Produzieren und Bauen für Ihr Unternehmen?

Andreas Wilbrand:

Nachhaltigkeit im Sinne von gleichzeitiger und gleichberechtigter Umsetzung von umweltbezogenen, sozialen und wirtschaftlichen Zielen und die damit verbundene Verantwortung für nachfolgende Generationen ist fest verankert in unserer unternehmensbezogenen Umweltpolitik und nimmt damit einen zentralen Aspekt unserer täglichen Arbeit ein.

Caro:

Nach welchem Bewertungssystem ist Ihr Unternehmen zertifiziert?

Andreas Wilbrand:

Die LEED und DGNB Zertifizierung bezieht sich nur auf Bauprojekte, nicht direkt auf Produkte und Dienstleistungen. Produkte und Dienstleistungen können jedoch dazu beitragen, mit ihren individuellen Eigenschaften (z.B. Verwendung recycelter, lokaler und emissionsarmer Rohstoffe, Herstellung in regionalen Produktionsstätten unter umweltgerechten Bedingungen, Rezeptierung emissionsarmer und gegebenenfalls staubreduzierter Produkteigenschaften, Bevorzugung recycelbarer Einstoffverpackungen oder trennbarer Mehrstoffverpackungen, Angebot von Großgebinden etc.) Bauprojekte so zu errichten, dass sie den Kriterien der LEED oder DGNB Zertifizierung entsprechen. Die Sopro Bauchemie ist aktives Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), um damit die Ziele für nachhaltiges Bauen zu unterstützen und seit mehreren Jahres aktives und mehrfach ausgezeichnetes Mitglied der Initiative "ÖKOPROFIT" der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Caro:

Wie hoch ist der Anteil "grüner Produkte" in Ihrem Sortiment?

Referenzobjekt Deutsche Bank Frankfurt

Andreas Wilbrand:

Diese Frage kann man so nicht beantworten, da die Definition für "grüne Produkte" nicht existiert oder sehr unterschiedlich ausgelegt wird. Die unterschiedlichsten Ökolabel oder ähnliche Kennzeichnungen auf diversen Produktsystemen des Marktes sind leider häufig sehr intransparent und halten einer objektiven Betrachtung nicht stand.

Wir orientieren uns an wissenschaftlich anerkannten Kriterien und bewerten eine Vielzahl unserer Produkte zum Beispiel nach den EMICODE EC 1 Kriterien, die in international anerkannten und zugelassenen Prüfinstituten gemessen werden oder rüsten vermehrt staubende Baustoffe mit staubreduzierenden Additiven aus. Ansonsten fokussieren wir das Thema in der ganzheitlichen Betrachtung über die Rezeptierung, die Produktion und die Logistik hin zum nachhaltig gebauten, ökologisch ausgerichteten Bauprojekt.

Caro:

In welchen Preiskategorien bieten Sie "grüne Produkte" im Vergleich zu herkömmlich produzierter Ware an?

Andreas Wilbrand:

Wir machen keinen Preisunterschied oder Preisaufschlag, wenn Produkte mit einer verbesserten Umweltverträglichkeit angeboten werden.

Caro:

Welche Vorteile haben Ihre Kunden durch umweltfreundliche und ressourcensparende Produkte?

Andreas Wilbrand:

Die Tendenz für nachhaltiges, ökologisches und gesundes Bauen hat bereits heute stark zugenommen und wird zukünftig einen Megatrend bilden. Nach wissenschaftlichen Studien wächst der Lebensstil-/ Konsumententyp, der sich generell an Themen wie Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert.

Prominente Beispiele für nachhaltiges, zertifiziertes Bauen im Büro- und Gewerbeimmobilienbereich ("Spiegel" Gebäude am Hamburger Hafen, "Unilever" Deutschlandzentrale, "Deutsche Bank" in Frankfurt) werden sich vermehren und mittelfristig auch den kommunalen und privaten Wohnungsbau erreichen. Die organisatorischen Strukturen (DGNB etc.) sind schon weit fortgeschritten, immer mehr Architekten lassen sich in diesen Themen qualifizieren.

Auch die keramische Industrie und die großen Handelsstrukturen wenden sich mit der EUF Initiative "Gesundes Wohnen mit Keramik" diesem Thema zu und gewinnen zusätzliches Profil. Damit liegt auf der Hand, dass der Trend zum nachhaltigen Bauen ein riesiges Zukunftspotenzial bietet.

Caro:

Herr Wilbrand, wir bedanken uns für Ihr Statement.

www.sopro.com


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